Herzlich Willkommen auf meiner Website

Wie schön, dass Sie sich hier umschauen mögen.

 

Im Übergang von 2018 auf  2019 freue ich mich, schon jetzt einen Ausblick auf November 2019 geben zu können auf die Tagung „transgenerationale Heilung“.

Ich beschäftige mich in meiner Arbeit viel mit Leid und Trauma, auch weitergegebenem Leid über Generationen  (indirekte Traumatisierung oder Sekundärtraumatisierung), dass ich es an der Zeit sehe, auch auf die andere Seite zu schauen: wie werden auch Hilfreiches, Stärkendes, Tröstendes, Bewältigungsmöglichkeiten, Heilung weitergegeben – im Privaten, im Beruflichen, im Öffentlichen, in Communities? Ich nenne das transgenerationale Heilung und lade zusammen mit Geneva Moser zu einer Tagung dazu ein.

 

 

Natürlich geht auch meine andere Arbeit weiter: Ich biete Supervision (DGSv), Beratung und Psychotherapie (HPG), Fortbildungen und Vorträge, Coaching wissenschaftlicher Arbeiten und Systemische Strukturaufstellungen (Syst®). Mehr dazu unter Meine Formate.

Inhaltliche Schwerpunkte sind (sexuelle) Gewalterfahrungen und Trauma, Überlebensstrategien (z.B. DIS) und das Leben nach dem Überleben, Genderfragen, Identität und Lebensweisen sowie politische (Community-)Perspektiven in Bezug auf diese Themen. Mehr dazu unter Inhaltliches.

 

Ich freue mich über Ihr Interesse und Nachfragen.

 

Schreibweisen

Vielleicht sind Sie irritiert von hier – wie auch zunehmend in anderen Kontexten – auftauchenden Schreibweisen von Sternchen mitten im Wort, Unterstrichen und dem großen Binnen-I. Oder Sie freuen sich ganz besonders.

 

Es begann mit feministischer Kritik an der deutschen Sprache, in der Frauen – z.B. als „Klienten“ oder „Studenten“ – nicht explizit genannt wurden und damit auch als nicht (mit) gedacht und gemeint wahrgenommen wurden. Durch sie haben sich Schreibweisen wie „Klient/innen“, „Klienten und Klientinnen“ oder „KlientInnen“ etabliert, um Frauen sichtbar, hörbar, deutlich zu machen.

 

Die Bewegungen und Auseinandersetzungen haben sich dahingehend weiterentwickelt, dass die Zweigeschlechtlichkeit als Gesamtkonzept kritisiert wird. Menschen, die dazwischen leben, mit Aspekten beider Geschlechter, sich als keines von beidem wahrnehmen, jenseits der dichotomen Zweigeschlechtlichkeit oder von Geschlechtlichkeit überhaupt und/oder im Übergang, sind auch in den ersten feministischen Schreibweisen nicht repräsentiert. Die sprachliche Form der Substantivierung von Partizipien wie “Studierende” oder “Ratsuchende” scheint auch diese Frage mitzulösen.

 

Diese Sprachregelung ist aber zum einen nicht immer möglich, zum anderen lässt sie Frauen wieder ganz verschwinden, wenn auch nicht in einer männlichen Sprachform, so doch in einer, die Geschlechtlichkeit überhaupt verschleiert.
In Reflexion all dieser Fragen sind “*” (Sternchen) und “_” (Unterstrich) entstanden: Der Unterstrich verdeutlicht dabei den Übergang, das Fließende oder auch das Dazwischen, während das Sternchen mehr für die lockere Bezugnahme sowie das ganz Andere steht. Das große Binnen-I behält die explizite Repräsentanz von Frauen bei.

 

Diese Sprach- und Schrift-weisen sind selbst Übergänge, Zwischenlösungen.
Und viele mögen sagen: wie kompliziert das alles zu lesen, zu schreiben, zu sprechen.

 

Meine – vorübergehenden – Antworten darauf sind:
Vor 20 Jahren schien es den meisten Menschen eine grammatikalische Undenkbarkeit, Frauen klar und deutlich in der Sprache zu repräsentieren; und doch ist es möglich geworden (die Alternative, von „Studentinnen“, „Beraterinnen“ zu sprechen und damit Männer mitzumeinen, hat sich – wiewohl ebenso um die einfachere Lesbarkeit bemüht – nicht durchgesetzt). Vieles ist eine Frage von Übung und Gewohnheit (vor noch nicht mal 100 Jahren musste mann sich auch erst mal daran gewöhnen, dass Frauen wählen!).
Und: Es mag schwierig sein, all dies zu bedenken und zu sprechen. Es ist viel schwieriger, es zu leben und in der Welt, in der Sprache, im Denken nicht vorzukommen.
Insofern sehe ich diese Bemühungen als Ausdruck von Respekt.