Herzlich Willkommen auf meiner Website

 

Ich freue mich, dass Sie sich hier umschauen mögen.

 

Aktuell möchte ich besonders auf ein neues Projekt hinweisen:

 

„… über alles reden? Sexualität und Geschlechtsidentität in Beratung und Therapie“

 

Workshops und Fortbildung zu Sein und Begehren

für Menschen, die beratend oder therapeutisch tätig sind,

in Kooperation mit Joris Kern.

 

Mehr dazu finden Sie unter Termine 2016.

 

Veränderungen

 

 

Formate

Nach wie vor biete ich Supervision und Beratung an. Aber eben auch vieles mehr: Vorträge, Fortbildungen, Coaching wissenschaftlicher Arbeiten, Workshops, Begleitung von Klausurtagen, Moderationen, Paarberatungen, Psychotherapie (HPG).

Deshalb steht das Format nicht mehr im Mittelpunkt des Praxisnamens.

 

Inhalte

Auch inhaltlich sind neue Aspekte dazu gekommen. Nach wie vor wichtige Themen: Erfahrungen durch (sexuelle) Gewalt und Traumata, Überlebensstrategien, Intervention, Prävention, Schutz, Unterstützung und ein gutes Leben danach. Darüber hinaus befasse ich mich mit weiteren Konzepten im Schnittfeld von persönlichem Leben, Politik und Professionalität: feministische Perspektiven, queere Genderaspekte, politische Ansprüche in Communities. Mehr dazu unter Inhaltliches

 

Zugänge

Maßgeblich geprägt hat mich bei alldem meine Ausbildung im Syst®-Institut München von Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibed. Systemische, theoretische, philosophische wie praktische Erfahrungen, die ich hier machen durfte und darf, haben entscheidenden Einfluss auf meine Arbeit: konstruktivistisch (konsequent, nicht radikal ;-)), respekt- und liebevoll.

Eine besondere Bedeutung hat für mich dabei die Unterscheidungstheorie von George Spencer Brown erlangt. Hier geht es um Unterscheidung als solche, in deren Vollzug nicht nur Aspekte der Welt und damit Welt selbst, sondern sogar das Subjekt der Unterscheidung mitgeschaffen wird: basal und damit zugleich potentiell unendlich komplex: Unterscheidung und Zusammenhang. Ohne es selbst ganz durchdrungen zu haben, begeistert und inspiriert diese Perspektive meine Arbeit tiefgreifend.

 

Orte

Neben meinem Hauptstandort Marburg, neben Köln und anderen Arbeitsreisen bin ich nun auch in Berlin zu finden:

mit meiner

Praxis für Unterscheidung und Zusammenhang
Dr. Tanja Rode
Supervision … Beratung … Fortbildung …

in der Niemetzstr. 3, 12055 Berlin.

 

Auf den folgenden finden Sie mehr zu meinen Angeboten, Haltungen und Gedanken.
Sehr gerne konkretisiere ich ein Angebot genau für Ihr Anliegen, für Ihren Bedarf.
Ich freue mich über Ihr Interesse und Ihre Nachfragen.

 

Schreibweisen

Vielleicht sind Sie irritiert von hier – wie auch zunehmend in anderen Kontexten – auftauchenden Schreibweisen von Sternchen mitten im Wort, Unterstrichen und dem großen Binnen-I. Oder Sie freuen sich ganz besonders.

 

Es begann mit feministischer Kritik an der deutschen Sprache, in der Frauen – z.B. als „Klienten“ oder „Studenten“ – nicht explizit genannt wurden und damit auch als nicht (mit) gedacht und gemeint wahrgenommen wurden. Durch sie haben sich Schreibweisen wie „Klient/innen“, „Klienten und Klientinnen“ oder „KlientInnen“ etabliert, um Frauen sichtbar, hörbar, deutlich zu machen.

 

Die Bewegungen und Auseinandersetzungen haben sich dahingehend weiterentwickelt, dass die Zweigeschlechtlichkeit als Gesamtkonzept kritisiert wird. Menschen, die dazwischen leben, mit Aspekten beider Geschlechter, sich als keines von beidem wahrnehmen, jenseits der dichotomen Zweigeschlechtlichkeit oder von Geschlechtlichkeit überhaupt und/oder im Übergang, sind auch in den ersten feministischen Schreibweisen nicht repräsentiert. Die sprachliche Form der Substantivierung von Partizipien wie “Studierende” oder “Ratsuchende” scheint auch diese Frage mitzulösen.

 

Diese Sprachregelung ist aber zum einen nicht immer möglich, zum anderen lässt sie Frauen wieder ganz verschwinden, wenn auch nicht in einer männlichen Sprachform, so doch in einer, die Geschlechtlichkeit überhaupt verschleiert.
In Reflexion all dieser Fragen sind “*” (Sternchen) und “_” (Unterstrich) entstanden: Der Unterstrich verdeutlicht dabei den Übergang, das Fließende oder auch das Dazwischen, während das Sternchen mehr für die lockere Bezugnahme sowie das ganz Andere steht. Das große Binnen-I behält die explizite Repräsentanz von Frauen bei.

 

Diese Sprach- und Schrift-weisen sind selbst Übergänge, Zwischenlösungen.
Und viele mögen sagen: wie kompliziert das alles zu lesen, zu schreiben, zu sprechen.

 

Meine – vorübergehenden – Antworten darauf sind:
Vor 20 Jahren schien es den meisten Menschen eine grammatikalische Undenkbarkeit, Frauen klar und deutlich in der Sprache zu repräsentieren; und doch ist es möglich geworden (die Alternative, von „Studentinnen“, „Beraterinnen“ zu sprechen und damit Männer mitzumeinen, hat sich – wiewohl ebenso um die einfachere Lesbarkeit bemüht – nicht durchgesetzt). Vieles ist eine Frage von Übung und Gewohnheit (vor noch nicht mal 100 Jahren musste mann sich auch erst mal daran gewöhnen, dass Frauen wählen!).
Und: Es mag schwierig sein, all dies zu bedenken und zu sprechen. Es ist viel schwieriger, es zu leben und in der Welt, in der Sprache, im Denken nicht vorzukommen.
Insofern sehe ich diese Bemühungen als Ausdruck von Respekt.